Gewaltprävention durch Kinder- und Jugendfussball

Gewalt und Kriminalität prägen vor allem in den dicht besiedelten Townships das Leben der Bevölkerung. Kinder und Jugendliche lernen nur selten gewaltfreie Wege aus der Armut und der herrschenden Perspektivlosigkeit: Überfälle, Vergewaltigungen und Gewalt innerhalb der Familie sind an der Tagesordnung.

100 Bolzplätze. Um diesen negativen Entwicklungen entgegen zu wirken hat die KfW Entwicklungsbank, im Auftrag der Deutschen Bundesregierung, zusammen mit dem südafrikanischen Sportministerium ein Gewaltpräventionsprogramm entwickelt. Im Zuge der allgemeinen Fußballbegeisterung im Lande soll das enorme Potential von Kinder- und Jugendfußball genutzt werden: Das Gewaltpräventionsprogramm will Lern- und Erfahrungsräume für ein soziales und integratives Miteinander eröffnen. Die Jugendlichen und Kinder werden auf rund 100 neu gebauten oder rehabilitierten Bolzplätzen und Sportanlagen trainiert und „von der Straße geholt“.

Potentiale fördern. Ingesamt fördern Sportbegegnungen und sportliche Wettkämpfe ihre sozialen Kompetenzen (Toleranz, Solidarität und Respekt vor dem Gegenüber); die Jugendlichen erleben Gemeinschaft und Vertrauen. Sie erfahren Erfolg durch „Fair Play“ und lernen, Konfliktsituationen gewaltfrei zu begegnen. Zum Sport auf den Bolzplätzen gehören auch Kurse und Bildungs- und Aufklärungsprogramme wie z.B. die Informationsvermittlung über HIV&AIDS.

Das Gewaltpräventionsvorhaben verspricht eine positive und langfristige Wirkung , denn Verantwortung und Umsetzung des Programms liegt bei den südafrikanischen Kommunen selbst.

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