Gewaltprävention

Deutschland unterstützt Südafrika bei der Schaffung sicherer Lebensbedingungen und der Senkung der hohen Kriminalitätsrate. Zwei Beispiele für die Vorhaben Deutschlands:

Gewaltprävention in städtischen Armenvierteln. ‘Violence Prevention through Urban Upgrading’ ist ein Projekt in Kapstadts Township Khayelitsha. Ziel ist, das Leben im öffentlichen Raum sicherer zu machen. Im Mittelpunkt stehen der Schutz möglicher Opfer (Frauen, Jugendliche und Kinder), Rechtsberatung, ein Kleinprojektefonds und die Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements der Bewohner. Auf Stadtteilebene werden öffentliche Einrichtungen wie Jugendzentren, Gemeinschaftshäuser, Parks und Sportanlagen gebaut. In besonders gefährlichen Gegenden werden darüber hinaus beleuchtete Fußwege errichtet.

Kriminalitätsrate. Die Einbeziehung der Anwohner in die Unterhaltung und das Management der Infrastruktur ist Teil des Projekts. So stärkt das Projekt die Demokratie und schafft lokale Arbeitsplätze. In den fünf Programm-Stadtteilen ist die Kriminalitätsrate im vergangenen Jahr um 22% gesunken. Kapstadt wird diesen basisdemokratischen Ansatz auf andere Stadtteile ausweiten.

Zielgruppe deutscher Projekte in diesem Bereich sind v.a. Kinder und Jugendliche

Städtisches Konfliktmanagement

Jugendförderung und Gewaltprävention werden beim “Peace and Development Project” miteinander verknüpft. Jugendliche werden als Community Peace Worker (CPW) für einen einjährigen Dienst innerhalb ihrer Gemeinde rekrutiert. Sie werden als Mediatoren geschult und vermitteln z.B. in Fällen von Familienstreitigkeiten, Nachbarschaftsdisputen und Verschuldungen.

Sichtbarkeit. Durch die tägliche Sichtbarkeit der Jugendlichen auf den Straßen werden Kriminelle abgeschreckt oder auf frischer Tat ertappt und den Ordnungsbehörden zugeführt. Die brisante Sicherheitssituation an einigen Pilotschulen wurde durch den gezielten Einsatz von CPW erheblich verbessert und wird zur Zeit unter Beteiligung des Bildungsministeriums und Wirtschaftsunternehmen ausgebaut.

Erfolg. Seit März 2007 hat CPW über 18.000 Operationen erfolgreich durchgeführt. Über 90% der Jugendlichen (über 50% Frauen), fanden nach dem einjährigen Programm Arbeit bei der Polizei, in Wirtschaftsunternehmen oder haben sich selbstständig gemacht.

Auf 637 zur Verfügung stehende CPW Positionen haben sich 21.592 Jugendliche beworben.

Gruppen: