Bundesländer und Provinzen
Auf mehreren Ebenen arbeiten Deutschland und Südafrika eng zusammen. Die deutsche Botschaft nimmt die umfassende Vertretung deutscher Interessen in Südafrika wahr. Ein großer Teil der Projekte der Entwicklungszusammenarbeit am Kap der Guten
Hoffnung wird durch das deutsche Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert. Die Umsetzung der technischen und finanziellen Kooperation geschieht durch deutsche Regierungsorganisationen.
Wichtige Arbeit für die Demokratie- und Wirtschaftsentwicklung wird lokal geleistet. Mehrere Bundesländer haben nach dem Apartheid- Regime Partnerschaftsabkommen mit Provinzen der Republik Südafrika geschlossen und aktuell verlängert:
Baden-Württemberg und KwaZulu Natal. Schwerpunkte der Kooperation seit 1996 sind allgemeine Bildung, Aus- und Fortbildung, Wissenschaftler- und Studierendenaustausch, Förderung des Tourismus.
Bayern, Gauteng und Western Cape. Schwerpunkte der Partnerschaft seit 1995 sind Finanzierung und Förderung von Seminaren für Unternehmer und Führungskräfte, insbesondere im Bereich Erneuerbare Energien, Austausch von Experten für Verkehrspolitik, Aufbau von Kompetenzzentren für die berufliche Bildung an sechs Colleges.
Niedersachsen und Eastern Cape. Bestandteile der Kooperation seit 1994 sind der KfZ-Bereich, Schul- und Hochschulpartnerschaften, Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Häuserbau-Projekte, Bankwesen, Kultur, Sport sowie Ausbildung von Hilfspflegekräften für AIDS-Kranke.
Nordrhein-Westfalen und Mpumalanga. Die Partnerschaft existiert seit 1995. Schwerpunkte sind Gute Regierungsführung, Schul- und Universitätspartnerschaften, Wirtschaftliche Entwicklung, Gesundheit (z.B. Hilfe im Bereich HIV&AIDS).
Sachsen und Free State. Seit 2007 kooperieren die Regionen zur Verstärkung der Wirtschaftsbeziehungen, insbesondere in Aus- und Weiterbildung von Fach- und Führungskräften, Erneuerbare Energien und Verkehrsinfrastruktur, Wasserwirtschaft und Bergbau.