Besuchsprogramm des DED zur WM 2010

Lernen Sie die Arbeit des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED) in Südafrika kennen

Sie sind auf der Suche nach Geschichten abseits der WM-Stadien? Dann besuchen Sie den DED in Südafrika. Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, unsere Arbeit mit den Menschen vor Ort kennenzulernen. Folgende Projekte können Sie besuchen.

Medien & Demokratieförderung

Der DED setzt sich für Demokratieförderung durch die Stärkung lokaler unabhängiger Medien ein. Hierzu unterstützt er die Partnerschaft zwischen der Walter Sisulu University und dem Eastern Cape Communication Forum, einem jungen regionalen Medienforum in East London. Ziel der Zusammenarbeit ist es, den Journalismus-Studenten eine praxisnahe Ausbildung zu ermöglichen. Treffen Sie auf Journalisten und Studenten und diskutieren Sie mit ih-nen über Pressefreiheit und die Rolle der Medien in Südafrika.

loveLife: HIV&AIDS-Prävention in Südafrika

loveLife ist Südafrikas größte HIV-Präventionsorganisation. Die DED-Partnerorganisation verbindet Aufklärung mit der Stärkung und Förderung von Jugendlichen: Durch vielfältige Weiterbildungs- und Freizeitangebote, die von über 7 000 ausgebildeten Jugendlichen selbst angeboten werden, entdecken sie ihre Talente und Fähigkeiten und schaffen sich neue Perspektiven. Kommen Sie nach Johannesburg und sprechen Sie mit den Jugendlichen über ihre Arbeit.

weltwärts mit dem DED

In Luka nahe Rustenburg können Sie ein loveLife-Jugendzentrum besuchen. Hier unterstützt die weltwärts-Freiwillige Anne-Sophie Waag aus Berlin die Jugendleiter für zwölf Monate bei ihren innovativen Weiterbildungsprogrammen.

Mark Zientarski aus Weinheim und Mbatjiua Hambira aus Regensburg arbeiten als weltwärts-Freiwillige im Township Atteridgeville in Pretoria. Dort betreuen sie Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren. Sie ma-chen mit ihnen Hausaufgaben und bieten unter anderem Fußballtraining, Schwimmkurse und Gitarrenunterricht an.

Josef Schwarzensteiner aus Witzenhausen hilft der Organisation „Tateni Home Care“ im Township Mamelodi in Pretoria bei der administrativen Arbeit im Büro, er assistiert in der Suppenküche für die hilfsbedürftigen Kinder und organisiert Freizeitaktivitäten wie Sport, Tanz, Gesang oder Basteln.

Ulf Grothey aus Göttingen unterstützt die Initiative Life’s a Ball der Organisation Altus Sport in Pretoria, die Sport als Möglichkeit nutzt, Kindern und Jugendlichen aus benachteiligten Bevölkerungsschichten Selbstvertrauen zu vermitteln und sie in ihren Stärken zu fördern.

Im kleinen Küstendorf Hamburg am Ostkap gibt Julianna Regenauer an der Musikschule der DED-Partnerorganisation Keiskamma Trust Flötenunterricht. Beim National Arts Festival in Grahamstown vom 20. Juni bis 4. Juli tritt sie gemeinsam mit den Flötenschülern bei drei Konzerten (22.-24. Juni) auf. Künstler aus aller Welt kommen nach Grahamstown – werden auch Sie Teil dieses einzigartigen Kunsterlebnisses und erfahren Sie dabei mehr über die Arbeit der weltwärts-Freiwilligen.

Brücken bauen: Stadtentwicklung in Stutterheim

Stutterheim liegt im Herzen des Amathole Distrikts, rund eine Autostunde von East London entfernt. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt in Armut und ist abhängig von staatlichen Sozialleistungen. Besonders betroffen sind die 14 500 Bewohner des Townships Mlungisi.

Seit Januar 2010 wird an einer Verbindungsstraße mit Flussbrücke zwischen dem Township und dem Zentrum Stutterheims gebaut – ein erster Schritt zur Verbesserung der Lebenssituation der Township-Bewohner. Weiterhin sollen ein Gemeindezentrum, ein Geschäftszentrum und neuer Wohnraum in Mlungisi entstehen. Verantwortlich für den Stadtentwicklungsplan ist die Wirtschaftsförderungsgesellschaft ASPIRE, die bei der Umsetzung vom DED unterstützt wird. Sprechen Sie mit den Projektverantwortlichen und den Menschen im Township über den Versuch, Grenzen zu überwinden und ein Stück Apartheidpolitik rückgängig zu machen.

Förderung der beruflichen Bildung

Buffalo City College

Nach dem Ende der Apartheid wurden die zuvor nach Bevölkerungsgruppen getrennten Berufsschulen zusammengelegt. In East London entstand aus den getrennten Schulen für weiße, schwarze und farbige Schüler das gemeinsame Buffalo City College. Der DED unterstützt die Berufsfachschule mit Standorten in East London und Mdantsane, dem nach Soweto zweitgrößten Township Südafrikas, bei der Einführung eines Systems für Qualitätsmanagement. Damit wird die Qualität der Berufsbildung regelmäßig geprüft und verbessert. Bei Ihrem Besuch in Mdantsane können Sie mit dem Schuldirektor, Berufsschülern und Lehrern sprechen.

King Hintsa College

Das King Hintsa College ist ein Berufskolleg mit 3 000 Schülern in Butter-worth, einer Kleinstadt in der Provinz Eastern Cape. Unterrichtet wird hier in Agrartechnik, Bauwesen, Buchhaltung, Computertechnik, Marketing und Tourismus. Seit 2008 unterstützt der DED die Schulleitung beim Aufbau einer starken und effizienten Schulverwaltung, um bessere Rahmenbedingungen für eine praxisnahe und arbeitsmarktorientierte Ausbildung zu schaffen. Im Vordergrund steht die Fortbildung von leitendem Personal und Lehren. Auf dem Campus haben Sie die Möglichkeit, mit Lehrern und Schülern zu sprechen.

Während der WM haben die Berufsschüler und Lehrer Ferien. Daher sind Gespräche mit Lehrern und Schülern nur vor und nach der WM möglich. Die DED-Entwicklungshelfer und das leitende Personal der Schulen stehen auch während der WM für Gespräche zur Verfügung.

Erneuerbare Energien, Tourismus und Umweltschutz

Die Blyde River Schlucht nahe des Krüger Nationalparks in der Provinz Mpumalanga ist die drittgrößte und vegetationsreichste Schlucht der Welt. Sie steht unter Naturschutz und zieht etwa 500 000 Besucher jährlich an. Inmitten dieser atemberaubenden Landschaft befindet sich ein Staudamm, welcher jährlich bis zu 11,8 Gigawattstunden Strom produzieren könnte – wenn die notwendigen Turbinen vorhanden wären. Bisher staut der Damm nur Wasser. Der DED berät und unterstützt die Mpumalanga Tourism and Parks Agency (MTPA) unter anderem bei ihren Bemühungen, den Damm für die Stromproduktion nutzbar zu machen. Ziel der Zusammenarbeit zwischen DED und MTPA ist es, das Zusammenleben von Mensch und Natur in einem ökologisch sensiblen und geschützten Raum nachhaltig zu gestalten.

Machen Sie sich selbst ein Bild von dieser beeindruckenden Umgebung und sprechen Sie mit den Partnern des DED.

Kingdom in the Sky” - Lesotho

Das Königreich Lesotho wird vollständig von Südafrika umschlossen und liegt durchgängig auf über 1 400 Meter über dem Meeresspiegel. Als Binnenland hat es keinen Zugang zum Meer und ist wirtschaftlich in hohem Maße von Südafrika abhängig. Trotz der engen Verbindungen mit Südafrika hat Lesotho jedoch einen ganz eigenen Charakter.

Der DED arbeitet seit den 1960er Jahren in Lesotho. Derzeit unterstützt er in erster Linie Kommunalverwaltungen bei der Siedlungsplanung mit dem Ziel, den Zugang der Bevölkerung zu Land und Dienstleistungen zu erleichtern und eine ökologische und nachhaltige Nutzung der Ressourcen sicherzustel-len. Lernen Sie im Königreich Lesotho eine andere Seite des südlichen Afrikas kennen und bekommen Sie einen Eindruck über die Geschichte, Kultur und besondere Geographie des Landes.

Wenn Sie Interesse haben…

…nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Auch wenn Sie von Deutschland aus über die WM in Südafrika berichten, freuen wir uns, Sie über unsere Arbeit zu informieren und Sie mit Gesprächspartnern vor Ort zusammenzubringen.

Kontakt DED-Zentrale Bonn
Deutscher Entwicklungsdienst (DED)
Miriam Fuß
Tulpenfeld 7
53113 Bonn
Tel.: 0228/2434 136
E-Mail: Miriam.Fuss@ded.de

Kontakt DED Südafrika
German Development Service (DED)
Christian Zange/Tanja Wilmink
P.O. Box 13630
Hatfield 0028, Pretoria, South Africa
Tel.: +27 (0)78 0267881
E-Mail: pr-zaf@ded.de

Herausgeber
Deutscher Entwicklungsdienst in Südafrika

Redaktion
Miriam Fuß und Carsten Habacker

Juni 2010

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