Die europäische entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit Fokus auf Südafrika
Mit dem größten Binnenmarkt der Welt ist die Europäische Union (EU) wichtigster Handelspartner vieler Entwicklungsländer und weltweit der größte Geber für Entwicklungshilfe. Gemeinsam mit ihren Mitgliedstaaten stellt sie mehr als die Hälfte der globalen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit bereit.
Europa ist herausragende internationale Vereinbarungen und Verpflichtungen eingegangen. Dazu gehören die Millenniumsentwicklungsziele, die bis zum Jahr 2015 erreicht sein sollen. Ebenso gehört die Paris-Erklärung zur Verbesserung der Wirksamkeit der Entwicklungs-zusammenarbeit zu den wesentlichen internationalen Beschlüssen.
Afrika und Europa verbindet eine besondere, historisch gewachsene Partnerschaft. Europa unterstützt den Nachbarkontinent darin, die drängenden Probleme und Zukunftsherausforderungen, wie beispielsweise Armut, Klimaveränderung und unter anderem damit einhergehende Nahrungsmittelknappheit, in Eigenverantwortung zu bewältigen. Armutsbekämpfung und die Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele sind in Afrika besonders dringlich.
Europa und Afrika brauchen eine langfristige, starke und umfassende Partnerschaft. Gemeinsame Interessen in vielen Bereichen müssen zielgerichtet in Handeln umgesetzt werden. Dazu ist eine gemeinsame Strategie erforderlich.
Aus einer Strategie für Afrika wurde eine Partnerschaft mit Afrika. Die EU-Afrika-Strategie entwickelt sich zu einer gemeinsamen Afrika-Strategie der Europäischen Union und der Afrikanischen Union (AU) weiter. Sie ist Basis für eine langfristige, gleichberechtigte Zusammenarbeit und eine starke, zukunftsgerichtete Partnerschaft.